Projekte

Bücher, Webseiten, Kunst und Ideen, die noch im Entstehen sind: Unter „Projekte“ sammle ich Arbeiten, bei denen unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen. Manche sind abgeschlossen, andere wachsen weiter – und genau das macht sie interessant.

Ich habe nie besonders viel von der strengen Trennung zwischen Beruf, Kunst, Technik und persönlichem Denken gehalten. Eine gute Idee fragt nicht danach, in welche Schublade sie gehört. Sie kann als Gedanke beginnen, zu einem Text werden, eine Website benötigen, ein Bild hervorbringen und schließlich in eine ganz andere Richtung weiterwachsen.

Viele meiner Projekte entstehen deshalb nicht nach einem fertigen Plan. Am Anfang steht meistens eine Beobachtung, eine Frage oder auch ein Ärgernis. Ich möchte verstehen, warum etwas so ist, wie es ist – und ob man es nicht klarer, besser oder menschlicher gestalten könnte. Aus dieser Beschäftigung entstehen Texte, Bücher, Bilder, digitale Angebote und manchmal technische Lösungen, die es vorher in dieser Form noch nicht gab.

Schreiben als Form des Denkens

Mein Buch „Das Denken als Lebensform“ ist aus der Überzeugung entstanden, dass Denken mehr sein kann als das Lösen einzelner Probleme. Es ist eine Haltung gegenüber der Welt: der Versuch, Abstand zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen und Verantwortung für das eigene Urteil zu übernehmen.

Das Buch versammelt Gedanken über Klarheit, Distanz und Verantwortung. Es enthält keine fertige Weltanschauung und keine Anleitung zum richtigen Leben. Es lädt vielmehr dazu ein, Gewissheiten zu prüfen, Widersprüche auszuhalten und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Das Schreiben war dabei selbst ein Erkenntnisprozess. Manche Gedanken waren lange vorhanden, aber erst durch ihre sprachliche Ausarbeitung wurde sichtbar, wie sie miteinander verbunden sind. Ein Buch ist deshalb für mich nicht nur das Ergebnis des Denkens. Es ist zugleich eines seiner Werkzeuge.

Mit „Deutschland wieder am Abgrund“ entsteht ein weiteres Buchprojekt. Darin beschäftige ich mich mit politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die häufig einzeln diskutiert werden, tatsächlich aber eng zusammenhängen: der Zustand der Infrastruktur, der Verlust industrieller Substanz, Probleme in Bildung und Pflege, eine zunehmend schwerfällige Verwaltung und die wachsende Entfernung zwischen politischer Darstellung und erlebter Wirklichkeit.

Auch dieses Projekt wächst aus vielen einzelnen Beobachtungen. Es verbindet Recherche, persönliche Erfahrung und kritischen Kommentar. Dabei geht es nicht um den schnellen Effekt einer Schlagzeile, sondern um die Frage, welche Folgen heutige Entscheidungen für die kommenden Jahre haben werden.

Fakten, Folgen und öffentlicher Widerspruch

Mit „Fakten & Folgen“ ist eine Plattform entstanden, auf der aktuelle politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen eingeordnet werden. Mich interessiert selten nur die Meldung selbst. Entscheidend ist, was hinter ihr steht, welche Interessen eine Rolle spielen und welche langfristigen Konsequenzen kaum jemand ausspricht.

Viele öffentliche Debatten leiden nicht unter einem Mangel an Informationen, sondern unter einem Mangel an Zusammenhang. Meldungen werden verkürzt, Aufregungen lösen einander ab und wichtige Fragen verschwinden nach wenigen Tagen wieder aus der Aufmerksamkeit. „Fakten & Folgen“ versucht, dieser Flüchtigkeit etwas entgegenzusetzen.

Die Kommentare dürfen kritisch, zugespitzt und gelegentlich auch ironisch sein. Ironie ist für mich jedoch kein Ersatz für Argumente. Sie kann Widersprüche sichtbar machen, die in einer rein sachlichen Darstellung leicht verborgen bleiben.

Leo der Löwe und die Welt der Geschichten

Eine ganz andere Seite meiner Arbeit zeigt sich in „Leo der Löwe“. Die Geschichten verbinden Fantasie, Humor, Freundschaft und die kleinen wie großen Herausforderungen des Lebens.

Zu diesem Kosmos gehört „Leo der Golfer“: eine Geschichte über achtzehn Spielbahnen, in der jede Bahn zu einem eigenen Erlebnis wird. Leo begegnet dabei seinen Freunden Pippa, Bobby und Fritzi, aber auch dem Golfweisen und anderen Figuren. Golf ist hier nicht nur Sport. Der Platz wird zu einer kleinen Welt, in der es um Geduld, Mut, Fairness, Selbstüberschätzung und die Fähigkeit geht, nach einem schlechten Schlag trotzdem weiterzuspielen.

Weitere Geschichten und Figuren sind bereits entstanden oder befinden sich in Vorbereitung. Die Welt von Leo ist deshalb kein abgeschlossenes Einzelbuch, sondern ein wachsendes erzählerisches Projekt. Figuren entwickeln ein Eigenleben, neue Situationen kommen hinzu und aus einer ersten Geschichte können weitere Bücher, Bilder und digitale Angebote entstehen.

Gerade Kinderbücher zeigen, wie eng Text und Bild zusammengehören. Eine Figur muss nicht nur beschrieben, sondern in Haltung, Ausdruck und Bewegung wiedererkennbar werden. Hier berühren sich Schreiben, Illustration, Gestaltung und technische Umsetzung besonders unmittelbar.

Kunst als Ars Vitae

Meine künstlerische Arbeit steht unter dem Gedanken „Ars Vitae“ – Kunst des Lebens und Kunst aus dem Leben.

Malerei und digitale Collage sind für mich keine Gegenwelten zur technischen Arbeit. Beide beruhen auf genauer Wahrnehmung, Auswahl, Komposition und dem Mut, vorhandene Elemente in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Während technische Systeme Klarheit und Funktion verlangen, darf Kunst offenbleiben, widersprüchlich sein und Fragen stellen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt.

Meine Arbeiten entstehen aus Eindrücken, Erinnerungen, Fundstücken und inneren Bildern. Analoge und digitale Verfahren können dabei nebeneinanderstehen. Mich interessiert nicht die Verteidigung einer bestimmten Technik, sondern das Ergebnis: Hat ein Bild eine eigene Spannung? Öffnet es einen Gedankenraum? Bleibt etwas davon im Gedächtnis?

Auch hier ist nicht jedes Werk endgültig abgeschlossen. Manches verändert sich mit zeitlichem Abstand, manches wird Teil einer Serie und manches bildet erst Jahre später den Ausgangspunkt für eine neue Arbeit.

Webseiten als lebendige Projekte

Seit den frühen Jahren des Internets beschäftige ich mich mit Webseiten. Dabei habe ich erlebt, wie aus einfachen Informationsseiten komplexe Kommunikations-, Verwaltungs- und Vertriebssysteme wurden.

Eine Website ist für mich niemals nur eine gestaltete Oberfläche. Sie muss verständlich sein, technisch funktionieren, gefunden werden und zum Menschen oder Unternehmen passen, das sie repräsentiert. Eine schöne Seite, die niemand findet oder deren Inhalte nicht überzeugen, erfüllt ihre Aufgabe ebenso wenig wie eine technisch perfekte Seite ohne Persönlichkeit.

Deshalb gehören Konzeption, Texte, Gestaltung, Suchmaschinenoptimierung, Sicherheit und laufende Betreuung zusammen. Viele meiner Webseiten sind keine einmalig fertiggestellten Produkte. Sie entwickeln sich mit den Unternehmen, Personen und Themen weiter, für die sie entstanden sind.

Auch meine eigenen Seiten gehören zu diesem fortlaufenden Netzwerk. Sie behandeln Bücher, Kunst, gesellschaftliche Fragen, Kinderfiguren, Reisen, Golf, Wohnen und künstliche Intelligenz. Auf den ersten Blick sind das sehr unterschiedliche Welten. Verbunden werden sie durch dieselbe Arbeitsweise: genau hinsehen, Zusammenhänge verstehen und daraus eine klare, eigenständige Form entwickeln.

Künstliche Intelligenz als Werkzeug und Gegenstand

Künstliche Intelligenz eröffnet Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Mich interessiert dabei nicht nur, was diese Systeme bereits können, sondern wie man sie sinnvoll, verlässlich und verantwortbar einsetzen kann.

Ein Schwerpunkt ist „Julia“ – ein System, das Wissen nicht einfach nur wiedergibt, sondern für unterschiedliche Themen und Mandanten strukturiert nutzbar machen soll. Fachwissen kann zentral aufgebaut und gepflegt werden, muss aber den jeweiligen Projekten sauber zugeordnet bleiben. So kann aus einer technischen Grundlage eine Vielzahl eigenständiger Anwendungen entstehen.

Dazu gehören Projekte wie „Frag den Hund“, das Wissen über Hunderassen, Haltung, Erziehung, Ernährung, Gesundheit, Pflege, Reisen und rechtliche Fragen erschließen soll, sowie „Frag den Ball“ mit einem entsprechenden Schwerpunkt auf Golf, Golfplätzen, Training und Golfreisen.

Entscheidend ist dabei die Qualität der Grundlagen. Eine künstliche Intelligenz wird nicht dadurch zuverlässig, dass sie selbstbewusst antwortet. Quellen müssen ausgewählt, Informationen geprüft, Widersprüche erkannt und Wissensbestände laufend aktualisiert werden. Die eigentliche Arbeit beginnt deshalb oft lange vor der sichtbaren Antwort.

Mich interessiert KI zugleich als gesellschaftliches Thema. Sie kann Wissen zugänglicher machen und Menschen bei komplexen Aufgaben unterstützen. Sie kann aber ebenso Fehler vervielfachen, Verantwortung verschleiern und den Anschein von Kompetenz erzeugen, wo lediglich Wahrscheinlichkeiten berechnet werden. Zwischen diesen Möglichkeiten liegt ein weites Feld, das technisch, wirtschaftlich und publizistisch weiter untersucht werden muss.

Projekte dürfen wachsen

Nicht jedes Projekt muss sofort zu einem fertigen Produkt werden. Manche Ideen benötigen Zeit. Andere verändern während ihrer Entwicklung ihren Charakter. Wieder andere führen zu etwas, das am Anfang überhaupt nicht vorgesehen war.

Das empfinde ich nicht als Mangel an Planung. Es ist ein wesentlicher Teil schöpferischer Arbeit. Wer das Ergebnis bereits vollständig kennt, bevor er beginnt, kann zwar einen Auftrag abarbeiten – aber kaum etwas wirklich Neues entdecken.

Deshalb stehen auf dieser Seite abgeschlossene Arbeiten neben Vorhaben, die sich noch entwickeln. Ein Buch kann zu einer Website führen, eine Website zu einem digitalen Wissenssystem, ein Bild zu einer Figur und eine beiläufige Beobachtung zu einem umfangreichen Essay.

Meine Projekte erzählen damit auch etwas über meine eigene Arbeitsweise. Ich verbinde Erfahrungen aus mehr als fünf Jahrzehnten mit neuen technischen Möglichkeiten. Ich bewahre, was sich bewährt hat, ohne das Neue aus Gewohnheit abzulehnen. Und ich prüfe das Neue, ohne jeder Mode hinterherzulaufen.

Der rote Faden ist nicht ein einzelnes Thema. Es ist die Freude daran, Zusammenhänge zu erkennen und aus Gedanken etwas Sichtbares, Lesbares oder Nutzbares entstehen zu lassen.

Einige dieser Arbeiten sind fertig. Andere werden es vielleicht nie im endgültigen Sinne sein. Solange sie sich weiterentwickeln, neue Fragen aufwerfen und neue Verbindungen schaffen, bleiben sie lebendig.

 

 

 

Diese Website verwendet ausschließlich technisch notwendige Cookies. Mehr im Datenschutz.